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Die Profis unter den Amateuren

Lauffen - Daimler Bigband beswingt 600 Besucher in der Stadthalle

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Brachten die Lauffener Stadthalle zum Beben: Saxofonist Klaus Graf und die Daimler Bigband.


Foto: Matthias Slunitschek

Für Klaus Graf ist das Konzert ein Heimspiel. Er wuchs in Lauffen auf, ging dort zur Schule und machte im städtischen Musikverein auch seine ersten musikalischen Gehversuche. Inzwischen ist er Professor für Jazzsaxofon an der Musikhochschule Nürnberg/Augsburg und vielgefragter Instrumentalist. Von seiner Qualität als Musiker und Bandleader können sich 600 Besucher in der restlos ausverkauften Stadthalle überzeugen.

Mit seiner Daimler Bigband gestaltet er ein Benefizkonzert für den Rotary Club Abstatt-Lauffen zugunsten der Kaywaldschule und des Kinderhilfeprojekts Shining Eyes, das mit allen Wassern des Swing gewaschen ist. Zugleich eine gelungene Hommage an den Säulenheiligen und King of Swing Benny Goodman.

Ein Konzert, in dem nicht geschnippt wird, ist kein Swing-Konzert. Und so beginnt auch die Daimler Bigband: „One, two, one, two, three, four!“ Mit den ersten Takten des “Opus one” von Sy Oliver aus dem Jahre 1943 ist klar, dass diese 18 Angestellten des Daimler-Konzerns Musiker, wenn nicht von Beruf, so doch von Berufung sind.

Soloeinlagen Die Instrumentengruppen harmonieren in- und untereinander, Unisono-Partien und die vielen beklatschten Solo-Einlagen gelingen gleichermaßen. Vom Repertoire der SWR-Bigband sind die Arrangements entlehnt, so auch „Moonglow“ in der Version des legendären Klarinettisten Hugo Strasser. Graf lebst tauscht sein Saxofon für dieses Programm gegen die Klarinette ein und spielt einen unangestrengten, facettenreichen Ton.

Als vor rund 13 Jahren die Daimler Bigband gegründet werden sollte, meldeten sich allein 60 Sänger. Karin Fitzel ist diejenige, die der natürlich von Bläsern dominierten Band eine Stimme geben darf. In Liedern wie „Allright okay you win“, „Big Spender“ oder „Fly me to the moon“ zeigt sie eine Menge Gelassenheit und verleiht den Stücken einen markanten Charakter.

Siegeszug des Jazz „Wir haben einen Auftakt nach Maß gebracht“, sagt Klaus Graf über das Eröffnungsstück des zweiten Konzertteils. Hier erklingt nämlich mit „Don’t be that way“ diejenige Nummer, die den unaufhaltsamen Siegeszug des Jazz als ernstzunehmendes Musikgenre besiegeln sollte. Vor fast genau 75 Jahren spielte es Benny Goodman zu Anfang seines legendären Konzerts in der berühmten Carnegie Hall in New York, die sonst vor allem Konzerte der klassischen Musik beherbergte.

Da „Sing sing sing“ mit seinem fulminanten Schlagzeugsolo Benny Goodmans Konzert beschloss, darf Uwe Mattes für das sowieso schon begeisterte Lauffener Publikum noch einmal in die Vollen greifen.


Hintergrund - Daimler Bigband:

Als Firmen-Bigband, die ausschließlich aus Mitarbeitern des Stuttgarter Daimler-Konzerns besteht, wurde die Band vor 13 Jahren von dem aus Lauffen stammenden ‚Jazz-Saxophonisten Klaus Graf gegründet. Die Daimler Bigband spielt klassische Bigband-Literatur mit dem Schwerpunkt auf Swing, aber auch Latin, Funk oder rockige Stücke. Red



Siehe auch Online-Portal der Heilbronner Stimme unter www.stimme.de

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21. März 2013
Stadthalle Lauffen
Heilbronner Stimme

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