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Daimler Bigband auf der Re-Spektra

Freunde des Jazz erleben einen ganz besonderen Abend - LAICHINGEN

Einen höchst genüsslichen Abend bescherte die Daimler Bigband den Liebhabern gepflegter Jazzmusik am Freitagabend im Gastrozelt der Re-Spektra. Die rund 400 Zuhörer des Benefizkonzerts wurden mit niveauvoller Musik berühmter Jazzkomponisten belohnt.

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Kühnle Dirigent und Leiter der Bigband ist Klaus Graf, selbst preisgekrönter Altsaxophonist und Mitglied mehrerer Bigbands sowie Professor für Jazz-Saxophon an der Hochschule in Nürnberg. Gemeinsam mit dem populären Komponisten Peter Herbolzheimer hatte er im November 1999 die Bigband gegründet, nachdem sich auf die Intranetsuche bei Daimler Chrysler rund150 interessierte Musiker gemeldet hatten.

Bunt zusammengewürfelt aus allen Abteilungen des Automobilwerkes hatte die etwa 28 Mann starke Band bereits im März des folgenden Jahres ihren ersten Auftritt bei der "Nacht der Museen" in Stuttgart mit grandiosem Erfolg. Seither ist ihr Terminkalender gut gefällt mit Promotion, Events und Konzerten.

Musik verbindet, so auch die Bandmitglieder, die sich aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen und Werksebenen formiert. "Bei uns gibt es keine Hierarchie, sonst könnte nichts wachsen", erklärt ein Saxophonist. Ein anderer lacht: "Der halbe Rhythmus ist mit Doktoren besetzt." Und die Solidarität halte während des Arbeitslebens.

Das Gefühl der Zusammengehörigkeit und das damit verbundene musikalische Pulsieren in einer harmonischen Einheit ging bereits beim ersten Stück auf die Zuhörer über. Gemäßigt und ruhig spielte die Band eine Komposition von Fat Jones. Und bereits zu Beginn glänzten zwei Solisten und boten ein Beispiel der präzisen Beherrschung ihrer Instrumente: an der Trompete Josef Herzog und am Saxophon Andreas Mürdter. Die beiden, wie auch der Gitarrist Dr. Werner Forkel, erster Posaunist Burkhard Hamp und die Tenorsaxophonistin Astrid Weber demonstrierten mehrfach mit solistischen Einlagen ihr Können.

Stimmgewaltig unterstützt wurde die Band gesanglich von Karin Fitzel und Michael Wolf. Die soulig-verjazzte Röhre der Vokalistin und Michael Wolfs stattliche, gefühlvolle Stimme verschafften Stücken, die durch Nat King Cole oder Frank Sinatra Weltruhm erlangten, die fehlende Brise zur Vollkommenheit einer musikalischen Delikatesse.

Lässig verswingt, harmonische Dissonanzen, schräge Akkorde - das zeichnete den Abend im Gastrozelt aus. Kleine Patzer gingen im Rhythmus- und Klangerleben unter oder wurden großzügig überhört. Werke wie Pink Panther, Doing Bassey's thing oder Route 66 machten das Konzert zu einem exzellenten Erlebnis. So durfte die Bigband selbstverständlich nicht ohne Zugabe von der Bühne. Mit langanhaltendem Applaus honorierten die Zuhörer die Leistung der Daimler Bigband.

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2. November 2002
Re-Spektra Laichingen
Schwäbische Zeitung

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